Einfach mal machen, könnte ja unvergesslich werden!

Ich liebe es, neue Dinge zu erleben, kennen zu lernen und zu erfahren, auch wenn es manchmal einen riesigen Schritt raus aus meiner Komfortzone bedeutet. Oder vielleicht gerade deswegen?

Natürlich reizt es mich herauszufinden, wo die wirklichen Grenzen liegen, nicht die Grenzen, die in den Köpfen vieler Menschen herumwandern. Für mich gibt es die schon lange nicht mehr und ich sammle stetig und liebend gerne Beweise dafür, dass (fast) alles möglich ist!

Bei einem gemütlichen Frühstück mit Freunden entstand spontan die Idee, dass wir  zusammen wandern gehen! Meine Freunde sind zum Glück genauso verrückt wie ich und hatten richtig Laune auf das Abenteuer. Unsere Wahl fiel auf den Harz (wenn wandern, dann richtig, mit Bergen und so ;-)). 

Ich erinnere mich noch gut an meinen ersten Kontakt mit der Vermieterin einer Ferienwohnung, die wir gerne für unseren Wochenendtrip buchen wollten. Ihre Wohnung war nun auch nicht wirklich rolligeeignet, doch mit der Unterstützung meiner Freunde würde es für zwei Nächte sicher funktionieren. Es waren durchaus Überzeugungskünste gefragt, damit sie uns ihre Wohnung vermietete ;-). Schließlich ließ sie sich auf das Abenteuer mit uns ein und ich weiß, dass sie es letztendlich nicht bereut hat :-). 

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Mit York hatten wir einen erfahrenen Wanderer dabei, der für uns eine Tour auswählte. Wir entschieden uns für eine ruhigere Ecke des Harzes, in der wir weitab vom Massentourismus der beliebten und bekannten Wege und Attraktionen gemütlich und entspannt die wundervolle Natur genießen konnten. Unsere Wanderung startete von unserer Unterkunft aus und führte uns zur Carlshaushöhe südwestlich von Hasselfelde. 

Dass es durchaus Vorteile hat, mit jemandem im Rolli zu wandern, stellte sich schnell heraus, denn mein E-Rolli transportierte nicht nur mich, sondern fungierte auch als ‚Packesel‘, so dass alle anderen mit leichtem Gepäck unterwegs sein konnten. 

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Bei wunderbarem Wetter genossen wir es, mit unseren Hunden zusammen unterwegs zu sein. Mir erschien es zu Beginn fast ein bisschen langweilig, waren die Wege doch alle richtig gut befestigt und leicht zu passieren. Glücklicherweise haben wir an einer Stelle die falsche Abzweigung gewählt, so dass ich dann doch noch meine Komfortzone verlassen und Abenteuer erleben durfte :-D!. Querfeldein durch den Wald und über Wiesen, ach das war wunderbar ;-)! Mein Rolli hat das gut gemeistert und Dank der Unterstützung der besten Wandercrew der Welt habe ich alle Hindernisse überwunden und schließlich die Carlshaushöhe erreicht. 

Nun gab es doch eine Grenze, die nicht zu überwinden war. Die Aussichtsplattform auf dem Carlshausturm war mit über 155 Stufen für mich nicht erreichbar. Doch das tat meiner Freude an diesem Wandererlebnis überhaupt keinen Abbruch. Mit der ganzen Hundeschar wartete ich auf die Bilder von der Aussicht, die meine Freunde mir nach ihrer Turmbesteigung mitbrachten. 

Am Abend kehrten wir nach fast 20 Kilometern Wanderung erschöpft und zufrieden in unsere Unterkunft zurück. Was für ein großartiges Erlebnis! Und wieder eine wunderbare Erfahrung, was alles möglich ist, wenn ich mich traue meine Komfortzone zu verlassen und auf die Unterstützung von tollen Menschen zählen kann. Ich freue mich schon heute auf unser nächstes gemeinsames Abenteuer. 

Bevor wir am nächsten Tag die Heimreise antraten, wollten wir noch ein bisschen ‚Blödsinn‘ machen, irgendetwas aufregendes, spannendes, lustiges, … So landeten wir auf der Sommelrodelbahn in Thale. Auch das war für mich ein Firstie, also etwas, dass ich zum ersten Mal erlebte. Und das hat ja mal richtig Spaß gemacht. Dank der Sitzschale und des Dreipunktgurtes hatte ich sicheren Halt und musste mir keine Sorgen machen, dass ich aufgrund meiner schwachen Rumpfmuskulatur und des defekten Gleichgewichtssinnes herausfallen könnte. Bis ich mich wirklich entspannen und genießen konnte, war die Fahrt allerdings schon fast wieder vorbei ;-). Doch das tat meiner Freude über dieses Firstie keinen Abbruch. Es war der krönende Abschluss eines genialen Wochenendes mit tollen Menschen, die verrückt genug sind, mit mir diese Abenteuer zu wagen. 

Ich habe für mich entdeckt, welch bereichernde Erfahrung das bewusste Erleben von Firsties für mich bedeutet. Wie oft gehen wir gleiche, eingetretene Wege und sind gestresst, wenn mal etwas nicht so läuft wie immer? Oder bekommen gar Panik, wenn eine neue Situation auf uns zukommt? 

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Es ist ungefähr ein Jahr her, da habe ich mich dafür entschieden, bewusst Firsties zu erleben, Dinge zum ersten Mal zu machen. Es können auch Kleinigkeiten sein, einfach mal einen anderen Weg zum Einkaufen nehmen, als den gewohnten oder ein Café besuchen, in dem ich vorher noch nicht war. Für mich darf es hin und wieder natürlich auch etwas mehr Abenteuer sein ;-). Das erleben von Firsties macht etwas mit mir. Ich bin mutiger, aufgeschlossener und deutlich entspannter, wenn mal etwas nicht nach Plan läuft, denn ich weiß, ich werde das meistern! Und ganz nebenbei lerne ich so viele tolle neue Dinge kennen, treffe spannende Menschen und mein Leben ist einfach bunt :-)! 

Mittlerweile sind die Firsties für mich zu einer leidenschaftlichen Challenge geworden. Ich liebe es, diese besonderen Momente zu feiern, auch wenn sie manchmal eine echte Herausforderung bedeuten, wie zum Beispiel ein Fahrt im Riesenrad auf dem Hamburger Dom. Ich habe von Haus aus nicht wirklich Höhenangst, doch durch meinen defekten Gleichgewichtsinn ‚verliere‘ ich mich in der Höhe, kann mich nicht spüren und das ist nicht wirklich angenehm. Doch ich habe mich getraut, hatte eine großartige Unterstützung von zwei lieben Freunden, die mir Händchen gehalten haben. Und ich wurde für meinen Mut belohnt! In dem Moment, wo ich mit dem Riesenrad 60 Meter hoch oben in der Luft war, startete ein Feuerwerk und so hatte ich nicht nur eine extra lange Fahrt, sondern neben der tollen Aussicht auf den beleuchteten Hamburger Hafen und das sich nach einem Spiel gerade leerende Millerntorstadion, auch noch ein großartiges Feuerwerk am Himmel. 

Ich habe in diesem Jahr schon eine ganze Menge Firsties ‚gesammelt‘ und ich bin mir sicher, es kommen noch eine ganze Menge dazu. Ihr könnt sicher sein, ich werde hier und/oder auf meiner Facebook-Seite ‚Freudenmeer‘ darüber berichten. Da werde ich Euch ganz sicher in nächster Zeit auch immer mal per Live-Video an meinen Firsties teilhaben lassen. Ihr dürft gespannt sein! Ich habe noch viel vor ;-)! Und wer eine tolle Idee hat, was ein spannendes Firstie für mich sein könnte, der darf mich gerne dazu einladen :-)! 

Wann hast Du zum letzten Mal etwas zum ersten Mal getan? Berichte gerne in den Kommentaren. Ganz sicher kannst Du eine Inspiration für andere Menschen sein!

Firsties machen mutig und stark, stärken Dein Selbstbewusstsein und schenken Lebensfreude. 

Und denkt immer dran: Es muss im Leben nicht alles einen Sinn ergeben, oft reicht es schon, wenn es Spass macht :-)!

Bleibt fröhlich! 

Alles Liebe, Eure Ela

P.S. Wer gerne ein paar schöne Tage im Harz verbringen möchte, dem empfehle ich sehr gerne die Ferienwohnung von der lieben Melissa Himstedt, die gerade in diesem Jahr mit viel Liebe renoviert und neu eingerichtet wurde. Dort seid Ihr auch mit mehreren Hunde herzlich willkommen (ohne Hunde natürlich auch ;-)). Melissa ist wirklich eine außergewöhnliche Vermieterin, die mit ganz viel Herz und Engagement für ihre Gäste da ist, ohne dabei aufdringlich zu sein!

www.hexenpfote-harz.de & http://www.fewo-lilly-harz.de

4 Comments on “Einfach mal machen, könnte ja unvergesslich werden!

  1. ich bin mal wieder sprachlos. Du tust Dinge, die ich mich als „gesunder“ Mensch nicht traue. Danke für diesen einzigartigen Beitrag.

    Gefällt 1 Person

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